Totale Mondfinsternis am 21.01.2019

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Frühaufsteher, Fotografiefans und Astrofreunde dürfen sich bald freuen, denn heute steht die erste Mondfinsternis in diesem Jahr an. Am Montag dem 21.01.2019 wird der Mond in den Kernschatten der Erde eintreten. Allerdings diesmal zu einer besonders unchristlichen Zeit, nämlich um 4.34 Uhr in der Frühe. Um 5.41 wird die totale Mondfinsternis erreicht sein.

Während der totalen Phase erscheint der Mond in einem rötlich schimmernden Farbton. In diesem Jahr gilt die Mondfinsternis übrigens als besonders spektakulär, denn sie fällt diesmal gleichzeitig mit dem Supervollmond zusammen. Das bedeutet, dass der Blutmond besonders groß erscheinen wird. Gegen etwa 7.50 Uhr wird das Spektakel beendet sein. Sichtbar ist die totale Mondfinsternis diesmal in Süd- und Nordamerika, in Europa und in Afrika. Hierzulande kann man die totale Phase in voller Länge beobachten. Wichtig um das Naturschauspiel mit allen Phasen voll betrachten zu können, ist eine freie Sicht auf Westen.

Der Blutmond – Aberglaube und Wissenschaft

Früher verbreiteten astronomische Ereignisse wie der Blutmond Angst und Schrecken. Zahlreiche wilde Legenden kursierten um das Naturschauspiel des Blutmondes. So vermuteten die Germanen zum Beispiel, dass die Mondfinsternis durch einen riesigen „Wolf des Hasses“ ausgelöst wird. In Griechenland glaubte man hingegen, dass Hexen für das Ereignis verantwortlich seien. Christen sind dagegen überzeugt davon, dass der Blutmond den Weltuntergang und die Wiederkunft Christi ankündige. Denn in der Bibel steht folgende Passage: „Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt.“ (Joel 2,31).

Forscher der Physik und Astronomie, glauben hingegen beim Thema totale Mondfinsternis nicht an die Legenden und Mythen. Sie begründen das seltene astronomische Event auf rein wissenschaftlicher Basis. Beim Entstehen der totalen Mondfinsternis erstrahlt der Mond in roten Farbtönen. Dies geschieht durch das Sonnenlicht, welches von der Erdatmosphäre in den Schatten hineingelenkt wird. So entstand auch der Name Blutmond oder Kupfermond.

Entstehung der Mondfinsternis

Bei einer Mondfinsternis durchquert der Mond den Schatten der Erde, doch nur bei Vollmond kann die Mondfinsternis auftreten. Hierbei liegt die Erde dann genau zwischen dem Mond und der Sonne. Die Sonne beleuchtet die Erde und wirft den Schatten zum Mond. Wenn der Mond dann durch den Kernschatten zieht, entsteht die totale Mondfinsternis. Dieses spektakuläre Naturereignis kann nur stattfinden, wenn der Mond, die Erde und die Sonne genau auf einer Linie liegen. Taucht der Mond vollständig in den Erdschatten ein, spricht man von der totalen Mondfinsternis. Das Sonnenlicht fällt durch die Erdatmosphäre auf den Mond und so erstrahlt dieser in einem kupferroten Farbton. Die Farbe kann von blutrot bis kupferrot variieren, dies richtet sich nach den atmosphärischen Bedingungen. Die Farbnuance wird also zum Beispiel durch Staub, Temperatur und Feuchtigkeit beeinflusst. Die gesamte Mondfinsternis am heutigen Montag dauert damit übrigens 5 Stunden und 12 Minuten.

Im Normalfall ist eine Mondfinsternis selten zu sehen. Seit dem 21. Jahrhundert häufen sich die Blutmonde jedoch zunehmend. Astronomen haben herausgefunden, dass mittlerweile sogar zwei Blutmonde pro Jahr erscheinen können. Momentan leben wir in einer sogenannten Blutmond-Tetrade, das bedeutet, es finden vier aufeinanderfolgende Mondfinsternisse mit Blutmond statt. Tetraden sind ebenfalls selten, die nächste findet in den Jahren 2032 bis 2033 statt.

Eine Sonnenfinsternis kann hingegen übrigens nur bei Neumond entstehen, sie finden auch viel seltener statt. Bei der Sonnenfinsternis bewegt sich der Mond zwischen der Erde und der Sonne und verdeckt dabei die Sonne. Die totale Sonnenfinsternis ist oft nur für wenige Minuten zu beobachten und auch nur an bestimmten Orten.

Wo und wann kann das Spektakel des Blutmondes verfolgt werden?

Um das Naturschauspiel zu beobachten, sollte man möglichst einen Ort mit freier Sicht nach Nordwesten suchen. Besonders geeignet sind nichtbewaldete Bergkuppen ohne störende Lichtquellen. Schon ab um 3.36 Uhr beginnt der Mond in den Halbschatten einzutreten, doch wirklich spektakulär wird es ab 4.34 Uhr. Denn da erscheint der Kernschatten und der Mond erhält die rötliche Farbe. Ab 07.51 Uhr wird der Mond wieder in seiner üblichen Farbe erscheinen. Es lohnt sich also in jedem Fall, diesen Tag ein wenig früher als üblich zu beginnen.

Frühaufstehen lohnt sich also, denn die nächste totale Mondfinsternis erst wieder in knapp 10 Jahren zu sehen sein. Im Juli dieses Jahres gibt es aber eine partielle Mondfinsternis. Die totale Mondfinsternis mit der Färbung des Mondes, ist ein besonderes Highlight für Sternfreunde und Fotobegeisterte. Mit einer Spiegelreflex- oder Systemkamera und den richtigen Einstellungen sind großartige Fotoaufnahmen möglich. Man hofft auf einen klaren Himmel und freie Sicht. Ob das Spektakel ohne Wolken zu besichtigen sein wird, ist aber noch nicht ganz voraussagbar. Anders gesagt, kann es gerade jetzt in den Wintermonaten immer zu Wolken kommen und dazu, dass der Mond nicht oder zeitweise nicht sichtbar ist.

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