Tipps zum Wasser sparen

Wasser sparen verursacht höhere Kosten

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Da Trinkwasser eine lokale Ressource ist und nicht weltweit handelbar, kann das Wasser sparen hier zu Lande den Wassermangel in anderen Teilen der Welt nicht lösen. Berlin hat keinen Grundwassermangel und dementsprechend genügend Trinkwasser zur Verfügung. Es besteht also ökologisch gesehen kein Grund um Wasser zu sparen. Zusätzlich wird es sogar günstiger wenn wir etwas mehr verbrauchen. Das wäre nur von Interesse, wenn das Wasser wirklich in wasserarme Regionen gepumpt werden kann.

Geringer Wasserverbrauch lässt Kosten steigen

Bereits in den letzten zwei Jahrzehnten ist der Wasserverbrauch um 50% gesunken. Was auf den ersten Blick sehr positiv wirkt, hat jedoch auch eine Schattenseite. Denn Wasserwerke und Co. haben laufende Kosten welche trotzdem anfallen – egal wie viel Wasser durch die Leitungen fließt. Unsere Infrastruktur für Trinkwasser und Abwasser unterliegt einer bestimmten Menge. Da der Wasserverbrauch aber kontinuierlich sinkt, müssen zum Beispiel die Klärwerke durch so genannte Hochdruckspülungen die gegenwärtige Infrastruktur intakt halten. All die Kosten die hierbei entstehen, werden auf den derzeitigen Wasserverbrauch umgelegt. Das hat zur Folge, dass der Wasserpreis pro Kubikmeter immer weiter steigt.

Warmwasser sparen, kaltes Wasser verbrauchen

Wasser aufzuheizen, verursacht hohe Kosten. Berliner Wasserbetriebe haben bekannt gegeben, dass fast die Hälfte unseres täglichen Wasserverbrauchs für die Körperpflege genutzt wird. Das wirkt sich nicht nur negativ auf unser Klima, sondern auch auf die Haushaltskassen aus. Ein Bad in der Wanne verbraucht große Mengen an Warmwasser und kostet umgerechnet fast fünf Euro. Zehn Minuten duschen kostet etwa nur die Hälfte. Zusätzlich kann man mit dem richtigen Duschkopf noch eine ganze Menge mehr sparen.

Die Qualität des Berliner Trinkwassers ist hoch. Deshalb ist es sehr sinnvoll für Klima und Geldbeutel statt Mineralwasser einfach Leitungswasser zu trinken. Der Energieverbrauch bei der Herstellung von Mineralwasser ist 500 mal höher als bei Leitungswasser. Auch beim Händewaschen ist es sinnvoll, kaltes Wasser mit Seife zu verwenden. Es dauert zwar ein wenig länger bis der Schmutz sich gelöst hat, allerdings spart es eine Menge Energie.

Wasser sparen für die Umwelt

Das Wasser sparen in Deutschland ist mittlerweile selbstverständlich. Dementsprechend sinkt der Wasserverbrauch auch kontinuierlich weiter. Wirtschaft und Naturschutz sind hierbei geteilter Meinung. Der Berliner Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht das große Problem bei den Abwasserkanälen. Da bei geringerer Nutzung das Abwasser immer schlechter abfließen kann und der Zustand der Kanäle sich immer weiter verschlechtert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hingegen hält es für sinnvoll Wasser zu sparen.

Der Naturschützer Rüdiger Rosenthal sagt “Wir haben derzeit zwar keinen Wassermangel in Deutschland, allerdings fehlt uns auch das Geld um unser komplettes Abwassersystem zu sanieren”. Für die Umwelt sei es wichtig so wenig wie möglich in den Naturhaushalt einzugreifen und schonend mit Wasser umzugehen. Auch der bevorstehende Klimawandel in Deutschland spreche ganz klar gegen einen zu hohen Wasserverbrauch.

Die Studie zum “Wasser-Fußabdruck” vom World Wildlife Fund (WWF) ergab, dass jeder Deutsche einen täglichen Wasserverbrauch von ca. 25 Badewannenfüllungen hat. Laut WWF sollten die Produktionsprozesse in der Industrie – allen voran der Bereich Agrar – dringend umgestellt werden da diese den größten Anteil tragen. Für die Privathaushalte empfiehlt die Vereinigung für Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), sich vor allem auf den Wasserverbrauch im Bad zu konzentrieren. Hier sei das Potential um zu sparen am größten, da für die Körperhygiene am meisten verbraucht wird. Der Verbrauch beim Essen und Trinken ist dagegen zehnmal niedriger.

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