Reichstagsgebäude in Berlin – Geschichte hautnah erleben

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Eine Sehenswürdigkeit, die jeder Berliner Tourist unbedingt einmal gesehen haben sollte ist das Reichstagsgebäude in Berlin. Es gilt als eines der bedeutendsten Wahrzeichen Berlins und stellte eine der größten Touristenattraktion der Hauptstadt dar. Besonders die aufwendig gestaltete, gläserne und markante Kuppel ist bei den Besuchern überaus beliebt und täglich gut besucht.

Das Bauwerk diente während des deutschen Kaiserreichs zu Zeiten der Weimarer Republik und zu Zeiten des Nationalsozialismus politischen Zwecken. Durch den Reichstagsbrand und während des zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude zerstört. In den 60er Jahren erfolgte der Wiederaufbau. Seit 1999 ist der Reichstag auch Sitz des Deutschen Bundestages. Heute können die Besucher das geschichtsträchtige Reichstagsgebäude bei einer Führung erkunden und die Kuppel besichtigen. Eine vorherige Anmeldung per Onlineformular über die Website des Bundestages, per Fax oder per Post ist notwendig. Auch die Teilnahme an einer Plenarsitzung mit einem Abgeordneten im Bundestag ist nach Anmeldung möglich.

Geschichte vom Reichstagsgebäude in Berlin

Das Gebäude wurde von 1884 bis 1894 von dem Architekten Paul Wallot erbaut. Damals erfolgte der Bau noch im prunkvollen Stil der Neorenaissance. Im Jahre 1918 erlebte der Reichstag einen ersten großen, historischen Moment – die Ausrufung der Weimarer Republik durch Karl Liebknecht und Phillip Scheidemann. Doch der Reichstag durchlebte auch dunkle Zeiten. Im Februar 1933 kam es während der Wahlkampfzeit für die Reichstagswahl zum Reichstagsbrand. Zwar wurde der Niederländer Marinus van der Lubbe als Haupttäter verurteilt und 1934 hingerichtet. Bis heute ist jedoch die Täterfrage der Brandstiftung nicht vollständig geklärt. 2008 wurde das Urteil sogar nachträglich aufgehoben. Ein Freispruch von Van der Lubbe fand damit knapp 75 Jahre nach der Hinrichtung statt, da das Urteil auf nationalsozialistischem Unrecht beruhte.

Fatale Folgen nach Reichstagsbrand und Wiederaufbau

Die Folgen des Brandes waren jedoch verheerend. Denn die Grundrechte der Weimarer Verfassung wurden nach dem Reichstagsbrand außer Kraft gesetzt und die Reichstagsbrandverordnung trat in Kraft. Mit der Verordnung wurde die Verfolgung der Anhänger von Linksparteien, also der politischen Gegner der NSDAP legalisiert. Noch in der Nacht des Brandes ordnete Göring an, kommunistische Abgeordnete durch die SA und die Polizei in Gefängnisse zu sperren. So entstanden bereits die frühen Konzentrationslager. Während des zweiten Weltkrieges diente das Gebäude bekanntlich als Luftschutzbunker. Als der zweite Weltkrieg endete, war das Gebäude eine Ruine umgeben von Trümmern. Die Kuppel wurde gesprengt.

1955 beschloss der Bundestag den Wiederaufbau, dieser sollte jedoch bis ins Jahr 1973 andauern. Schmuck und aufwendige Architektur kamen beim Wiederaufbau nicht zum Einsatz. Danach stand das Gebäude erst einmal nicht mehr im Mittelpunkt des politischen Geschehens, denn die BRD regierte in Bonn. Nach der deutschen Wiedervereinigung am 3.Oktober 1990 fand jedoch eine erste Sitzung des Deutschen Bundestages mit 144 gesamtdeutschen Abgeordneten im Reichstagsgebäude statt. Die neuen Bundesminister wurden vereidigt und der Einheitskanzler Helmut Kohl gab eine Regierungserklärung ab. Das Bauwerk wurde 1990 noch einmal umgebaut. 1991 beschließt die Bundesregierung dann die Verlegung des Parlaments zurück nach Berlin. Anfang bis Ende der 90er Jahre fand eine erneute Umgestaltung des Gebäudes für die heutige Nutzung als Parlamentsgebäude statt.

Der Reichstag- Informationen für Touristen

Wenn keine Bundestagssitzungen stattfinden, können Besucher das Reichstagsgebäude bei einer 90-minütigen Führung erkunden. Der Besucher erhält hierbei Information rund um die Arbeitsweise, die Zusammensetzung und die Aufgaben des Bundestages. Besichtigungen sind allerdings nur nach einer vorherigen Anmeldung möglich, diese kann auf der Webseite vom Bundestag erfolgen. Die Kuppel und Dachterrasse des Reichstages können Sie übrigens kostenlos besuchen.

Die auffällige Kuppel des Bundestags gilt als Wahrzeichen Berlins. Schon damals galt sie als modernes Highlight. Aufgrund von Terrorwarnungen schränkten die Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen die Begehung der Kuppel im Jahr 2010 ein. Mittlerweile ist eine Besichtigung mit einer vorangemeldeten Führung aber wieder möglich. Interessierte können hier Informationen über die Geschichte des Bauwerkes und die politische Entwicklung erfahren. Zusätzlich finden Familienführungen statt, so können auch die Kleinsten schon einen Einblick bekommen. Da der Reichstag am Wochenende gut besucht ist, empfiehlt es sich, das Gebäude vorzugsweise unter der Woche zu besichtigen.

Anfahrt und Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Der Reichstag befindet sich am Platz der Republik, ganz in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofes. Er ist von dort aus innerhalb von 10 Minuten bequem per zu Fuß zu erreichen. Zusätzlich ist das Wahrzeichen vom Hauptbahnhof aus über die U-Bahn Linie U 55 zu erreichen. Die Öffnungszeiten des Bundestags für einen Besuch sind täglich von 8 Uhr bis 24 Uhr. Direkt neben dem Reichstag befindet sich das Bundeskanzleramt und ebenfalls in unmittelbarer Nähe steht auch das Brandenburger Tor. Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Berlin kann man innerhalb von 5 Minuten zu Fuß erreichen.

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