Mahnwache der Berliner Feuerwehr

Berliner Feuerwehr protestiert vor dem Roten Rathaus

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Viele Feuerwehrleute der Berliner Feuerwehr arbeiten seit Wochen an der Grenzen der Belastbarkeit. Zur Verbesserung der Gesamtsituation sowie zur Verbesserung der Bezahlung will die Feuerwehr nun für eine Woche eine Mahnwache durchführen. Die Mahnwache findet unter dem Motto „Berlin brennt“ voraussichtlich vom 26. März für eine Woche vor dem Roten Rathaus statt.

Die Berliner Feuerwehr arbeitet an der Belastungsgrenze

Die Mahnwache der Berliner Feuerwehr soll für eine volle Woche ohne Pause vor dem Roten Rathaus stattfinden. Organisiert wurde die Aktion mit dem griffigen Namen „Berlin brennt“ von der Gewerkschaft Verdi. Der Hintergrund für die Aktion liegt in der Gesamtsituation der Berliner Feuerwehr. Seit Wochen herrscht bei der Feuerwehr aufgrund von vielen Notrufen ein Ausnahmezustand, der die Mitarbeiter der Feuerwehr an die Belastungsgrenze bringt. Verschärft wurde die knappe Personalsituation durch die zahlreichen Notrufe und durch die Grippewelle. In diesem Winter wurde eine hohe Anzahl an Krankheitstagen bei den Einsatzkräften verzeichnet. In diesem Jahr lagen diese durch die Grippewelle auf einem hohen Niveau. Darüber hinaus sind für die vielen Notrufe einfach nicht ausreichend Mitarbeiter vorhanden, um ohne eine starke Belastung zu arbeiten.

Aktion der Gewerkschaft Verdi zur Verbesserung der Situation

Aufgrund der geringen Anzahl an verfügbaren Mitarbeitern und der vielen Krankmeldungen sind 12 Stunden Schichten bei der Berliner Feuerwehr normal geworden. Die hohe Anzahl an Arbeitsstunden bei fehlender Entlohnung für die zusätzlichen Stunden stellt ebenfalls ein Problem dar. Aus diesem Grund wurde jetzt die Aktion „Berlin brennt“ von der Gewerkschaft Verdi ins Leben gerufen. Die Aktion verfolgt mit der zunächst einwöchigen Mahnwache verschiedene Ziele zur Verbesserung der Situation.

Zu den wichtigsten Zielen der Aktion der Feuerwehr gehört eine Senkung der Wochenarbeitsstunden bis hin zu einem normalen Maß. Die geleisteten Überstunden sollen ausgezahlt werden. Darüber hinaus werden bei der Aktion eine bessere Eingliederung der Tarifbeschäftigten sowie eine Verbesserung der Beförderung gefordert. Alle Forderungen zusammen sollen dann die allgemeine Situation der Berliner Feuerwehr verbessern. Ein Problem stellen aber auch die vollkommen unnötigen Notrufe dar, die immer wieder getätigt werden und dabei ebenfalls Zeit kosten.

Langjährige Sparpolitik schadet der Berliner Feuerwehr

Als eines der größten Probleme der Feuerwehr in Berlin wird die Sparpolitik des Senats angesehen. Über Jahre hinweg wurde das Budget für die Berliner Feuerwehr reduziert und Personal wurde abgebaut. Diese Entwicklung in Kombination mit einer immer größeren Anzahl von Notrufen führte dazu, dass die Arbeit nicht mehr ohne Probleme durchgeführt werden kann. Aus diesem Grund soll die Mahnwache jetzt einen Schritt in eine veränderte Zukunft darstellen. Die Mitarbeiter der Feuerwehr sollen in Zukunft weniger Stunden in der Woche arbeiten. Darüber hinaus wird ein Ende der intensiven Sparmaßnahmen gefordert.

Die Feuerwehr braucht mehr Einsatzkräfte

Die Berliner Feuerwehr ist übrigens die älteste Berufsfeuerwehr in Deutschland. Gegründet wurde diese schon im Jahr 1851. Hier gibt es weitere Informationen zur Feuerwehr, zum Rettungsteam und zu den verfügbaren Einheiten. Außerdem werden aktuelle Einsätze vorgestellt. Zum Teil sind die Anrufe bei der Feuerwehr recht eigenartig. Hier gibt es eine kleine Sammlung der Highlights der Notrufe bei der Berliner Feuerwehr.

Notrufe, die nicht sein müssten, sind zwar nicht die Regel – doch sie kommen gar nicht so selten vor. Aufgrund der zahlreichen Notrufe kam es in den vergangenen Wochen häufig zu einem Notstand bei der Feuerwehr. Dieser wird bei einer Belegung von 90 Prozent der Einsatzkräfte ausgerufen. Da dieser Notstand beinahe zur Regel geworden ist, ist der Wunsch nach einer Veränderung nachvollziehbar. Es bleibt somit abzuwarten, zu welchem Ergebnis die Mahnwache am Roten Rathaus führen wird.

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