Berliner Dom – Die Domkirche zu Berlin

Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt entdecken

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Mitten im Herzen von Berlin befindet sich ein weiterer Publikumsmagnet der deutschen Hauptstadt: der Berliner Dom. Er wird auch Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin genannt. Der Dom zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Berlin und wird jährlich von tausenden Besuchern und Touristen besichtigt. Es ist die größte evangelische Kirche Deutschlands, viele prachtvolle Verzierungen aus Gold schmücken den Kirchenraum des auffälligen Gebäudes. Besonders beeindruckend und schon von weitem sichtbar ist die sakrale Domkuppel.

Der Berliner Dom als wichtige Sehenswürdigkeit in der Stadt

Das Gotteshaus wurde zu Zeiten der Hochrenaissance im Stil des Barocks gestaltet. Es besteht aus der Predigtkirche, der kleinen Tauf- und Traukirche und der Hohenzollerngruft, letztere befindet sich direkt unter dem Dom. Die Hohenzollerngruft ist eine der bedeutsamsten Grablegen der europäischen Dynastie. Gleichzeitig gilt sie als wichtigste deutsche, dynastische Grablege, rund 100 Särge der einstigen Hohenzoller ruhen dort. Besucher können neben den Kirchgebäuden zusätzlich das prunkvolle Kaiserliche Treppenhaus besichtigen, dieses führt direkt in die Tauf- und Traukirche. Auch der Kuppelumgang mit einem wunderschönem Rundumblick über Berlin sollte keinem Besucher entgehen.

Die Geschichte vom Berliner Dom

Die erste Berliner Domkirche wurde 1450 eingeweiht. Nach einigen Umbauten erfolgte die Weihung der neuen, damals noch katholischen Kirche im Jahr 1536. Aufgrund der lutherischen Thesen trat der damalige Kurfürst zum evangelischen Glauben über. Aus der katholischen Domkirche wurde eine evangelische. Der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel wandelte Anfang des 19. Jahrhunderts den barocken Baustil in einen klassizistischen und schlichten Bau um. Aus der ehemaligen Hof- und Domkirche entstand schließlich der heutige Berliner Dom. Der Domneubau dauerte bis 1905 an. Durch die Luftangriffe im zweiten Weltkrieg erlitt die Kirche mehrfach großen Schaden. Am Ende des 2.Weltkriegs war ein Viertel des Gebäudes völlig zerstört. Da es jedoch an Geld, Material und Arbeitern fehlte wurden erst einmal nur Sicherungsarbeiten geleistet. Teile des Doms wurden provisorisch wiederhergestellt und für Gottesdienste genutzt.

Im Jahr 1950 wollte man den Berliner Dom sogar abreißen lassen, nach langwierigen Verhandlungen einigten sich die DDR-Führung sowie der Bund der Evangelischen Kirchen aber auf den Wiederaufbau. Dieser begann 1975, allerdings wurde Teile des Doms, zum Beispiel die Denkmalkirche, erst einmal abgerissen. 1980 wurde der Dom bereits wieder teilweise genutzt für Gottesdienste. 1993 erfolgte die Einweihung im nun wiedervereinigten Deutschland mit prominenten Gästen. Doch auch nach der Einweihung war der Dom noch nicht vollständig fertiggestellt. Weitere Konstruktionen dauerten bis einschließlich 1999 an. 2002 waren die Bauarbeiten abgeschlossen und der Dom war wieder originalgetreu aufgebaut.

Gottesdienste, Andachten und Konzerte im Berliner Dom

Im Dom finden täglich Gottesdienste und Andachten statt. Das Gotteshaus wird häufig für Taufen, Konfirmation, Bestattungen und Trauungen genutzt. Regelmäßig finden Familien-, Kinder- und Schülergottesdienste statt. Verschiedene Chöre wie die Berliner Dombläser und die Berliner Domkantorei sorgen dabei für eine geistliche Atmosphäre und die musikalische Untermalung. Jährlich werden im Berliner Dom zudem um die 100 musikalischen Konzerte und Veranstaltungen angeboten. Der Klang der historischen Sauerorgel bietet hierbei ein ganz besonderes Erlebnis. Gläubige können auch an zahlreichen christlichen Workshops und Kursen teilnehmen und seit 2013 gibt es im Berliner Dom auch einen kleinen Andachtsraum. Der „Ort der Stille und des Gebets“ soll dem Besucher die Möglichkeit bieten, ein Gebet zu sprechen oder vom hektischen Alltag kurz inne zu halten.

Tourismus und Veranstaltungen im imposanten Bauwerk

Der Berliner Dom ist täglich von 9 bis 20 Uhr für Besucher geöffnet. Für 7,00 Euro können Besucher ihn besichtigen. Führungen zur Besichtigung finden alle 20 Minuten statt. Eine Besonderheit bietet hierbei der wunderschöne 360 Grad-Panoramablick von der Kuppel aus über ganz Berlin. Der Kuppelumgang ist im Preis der Dombesichtigung mitinbegriffen. Zusätzlich finden nach Voranmeldung auch Exklusivführungen für Familien und Paare statt. Die Besucher können die Predigtkirche, die Tauf- und Traukirche, die Hohenzollerngruft, das Dommuseum und den Kuppelumgang besichtigen. Für 4,00 Euro können Audioguides in verschiedenen Sprachen ausgeliehen werden.

Berliner Dom mit dem Dommuseum besuchen

Ein Dommuseum gibt dem Besucher die Möglichkeit einen Einblick in die vielseitige Baugeschichte des Doms zu gewinnen. Die Besucher können dort Architektur Modelle des Doms aus Holz und Gips bestaunen, darunter auch Entwürfe die nicht veröffentlicht wurden. Die Domkirche besitzt auch ein Domarchiv, Interessierte können für Besichtigung der Bestände online einen Termin mit dem Archivar buchen. Im Domshop kann man kleine Souvenirs als Erinnerung an den Besuch des Doms, aber auch christliche Bücher erwerben. Das Domcafé lädt die Gäste zum Verschnaufen und verweilen bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen ein.

Einige Säle des Doms, sowie die Predigtkirche, die Tauf- und Traukirche und das kaiserliche Treppenhaus können sogar für private und betriebliche Feiern oder Tagungen angemietet werden. Für Berliner Touristen und Besucher lohnt sich in jedem Fall ein Besuch der geschmackvollen Kirche mit der beeindruckenden Architektur. Zu Fuß ist der Dom vom Alexanderplatz aus, innerhalb von 5 Minuten zu erreichen. Einen Besuch ist der prächtige Berliner Dom auf jeden Fall wert. Die Erhaltungskosten des Doms sind natürlich beträchtlich hoch. Der Eintrittspreis von 7,00 Euro ist daher angemessen und sollte den Besucher nicht verwundern oder gar abschrecken.

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