Skelettfund auf einer Bauruine in Berlin

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Bei Abrissarbeiten fanden Roman P. und seine Kollegen menschliche Knochen auf einer Bauruine im Berliner Bezirk Lichtenberg. Die Polizei vermutet ein Tötungsdelikt.

Die zuvor als Vietnamesen-Wohnheim genutzte Anlage im Berliner Bezirk Lichtenberg wurde am Mittwochnachmittag (21.Februar) von polnischen Arbeitern gesäubert. Roman P. (64) und sein Kollege Michael R. (30) waren dabei Aufräumarbeiten durchzuführen, als sie eine schreckliche Entdeckung machten. Zwischen Müll und Gestrüpp fanden sie einen menschlichen Schädel und mehrere menschliche Knochenüberreste. Daraufhin alarmierten die Arbeiter gegen 15.00 Uhr sofort die Polizei. Nach einer ersten Begutachtung, stellte die Polizei fest, dass es sich bei dem Fund um die Überreste eines verstorbenen Mannes handelt. Abgesehen von den menschlichen Überresten konnten von Kriminaltechnikern noch ein Gürtel, Kleidungsstücke und ein Handy geborgen werden, die als mögliche Beweismittel sichergestellt wurden. Die Art wie die Leiche aufgefunden wurde, könnte auf eine Verbrechen schließen lassen. Nach der Inspektion des Fundortes benachrichtigten die Beamten deshalb die 2. Mordkommission.

Das ehemalige Vietnamesen-Wohnheim im Stadtteil Alt-Hohenschönhausen sollte abgerissen werden und neue Wohnungen sollten auf dem Gelände entstehen. Anfang der 90er Jahre war das Gelände berüchtigt für blutige Bandenkriege der sogenannten Zigaretten-Mafia. Streitereien endeten hierbei häufig tödlich. Nach Angaben sollen 39 Mordfälle durch eine Ermittlungsgruppe bis 1998 aufgeklärt worden sein. Seit Anfang der 2000er Jahre stünde das Gebäude jedoch leer und werde immer häufiger von Obdachlosen als Übernachtungsstätte genutzt. Im April 2015 wurde eine bulgarische Prostituierte tot aufgefunden. Mehrere Personen verschwanden in den 90er Jahren, ob es einen Zusammenhang zwischen den Vermissten und dem Skelett gibt, oder ob es sich um einen toten Obdachlosen handelt ist jedoch noch unklar. Im April 2015 wurde eine bulgarische Prostituierte tot aufgefunden. Bekannt ist jedoch, dass die Leiche schon seit ca. 2 Jahren dort liegen muss, denn so lange dauert der Verwesungsprozess.


(Quelle: berliner-zeitung.de; Foto: Jörg Bergmann)

Eine Identifizierung des Skelettfundes und die Überprüfung auf die Todesursache steht noch aus, diese sei abhängig von dem Zustand des Skeletts. Erst danach könne man versuchen heraus zu finden, wie es zum Tot gekommen sei . Die Polizei vermutet entgegen ihrer Pressemitteilung „es sei ein normaler Prozess“, dass die Mordkommission eingeschaltet wurde, ein Verbrechen.
„Da die Tatortsituation auf ein Tötungsdelikt schließen ließ, wurden die Ermittlungen von einer Mordkommission (LKA 112) übernommen.“ – (Quelle: https://www.berliner-kurier.de/29767816 ©2018).


(Quelle: bz-berlin.de; Foto: Richard)

Die Spurensicherung der Polizei wurde eingeschaltet, um den Auffindort der Leiche genaustens zu inspizieren. Jeder Stein werde umgedreht um die Todesumstände der Leiche zu ermitteln. Ob die Identität und Todesursache bei dem Skelett jedoch überhaupt bestimmt werden können, sei völlig offen. Zuerst war die Obduktion für Donnerstag geplant, wurde dann aber auf den Freitag verschoben. Noch dauern die Untersuchungen des schaurigen Skelettfundes an. Weitere Informationen, so wie die Obduktionsbefunde liegen bisher nicht vor. Diese werden von Seiten der Berliner Beamten in dieser Woche erwartet.

„Skelett bei Abrissarbeiten in Berlin gefunden“
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Quellen:

berlin.de
berliner-zeitung.de
bild.de

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