Kontaktsperre – Wie lange sie dauert und wie sie erträglich wird

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Es ist alles nicht so einfach: Man ist unglücklich verliebt und weiß trotz aller Bemühungen, dass es einfach nichts (mehr) wird. Der oder die andere ist emotional einfach vollkommen anders gestrickt, wünscht sich keine Beziehung und all das Hoffen und Kämpfen ist am Ende vergeblich. Das hilft dann oft nur die so genannte Kontaktsperre. Aber gerade in der heutigen Zeit ist das alles gar nicht so einfach umsetzbar.

Wieso ist die Kontaktsperre überhaupt nötig?

Heute nutzen wir zahlreiche Kanäle. Wir sind nicht nur auf dem Postweg zu erreichen, sondern haben E-Mail-Adresse, wir nutzen ein Smartphone und darauf Instagram, Whatsapp und sind nebenbei noch in Foren angemeldet. Wir sind eigentlich nicht zu verlieren. Den Kontakt zu uns findet man leicht. Aber was, wenn es für alle Beteiligten besser ist, den Kontakt auf ganzer Linie einzustellen? Dann muss der/die Verflossene blockiert werden.

Kontaktsperre heißt: Nummer aus dem Telefon löschen und blockieren. Kontakt ist ab sofort nicht mehr möglich – und zwar beidseitig. Außerdem sollte die andere Person bei Facebook & Co. gelöscht werden. Schließlich möchten wir auch nicht ständig stalken und heimlich sehen, was der oder die Andere so treibt. Auf Dauer ist das nicht gesund.

So hält jeder die Kontaktsperre aus

Viele stellen sich die Frage: Wie lange dauert eine Kontaktsperre? Die gute Nachricht ist: Lange wird es nicht dauern, bis es einem mit dieser Methode deutlich besser geht. Wie auch auf einschlägigen Portalen zu sehen ist, stellen sich Betroffen natürlich die Frage, ob das alles irgendeinen Sinn hat. Wie soll ich das aushalten? Und was erzeuge ich damit beim Anderen? Hierfür muss man aber zunächst Folgendes verinnerlichen: Eine Kontaktsperre soll keine Strafe sein. Und wer sie erst einmal aushält, dem wird es Tag für Tag besser gehen.

Aber der Weg dorthin ist hart und oftmals hilft nur Ablenkung. Weg vom Smartphone und viel häufiger mal an die frische Luft! Natürlich ist das nicht jedermanns Sache und so mancher braucht eben auch einfach mal zwei Wochen Gammelzeit auf der Couch. Tendenziell hält die Kontaktsperre aber eher jemand aus, der mit Freunden etwas unternimmt und sich ablenkt. Ansonsten helfen auf Sport oder sich einfach mal in die Arbeit stürzen und Überstunden machen. Wichtig ist, dass man abends müde ins Bett fällt und nichts ins Grübeln gerät.

Schon bald wird es besser

Und wer die ersten 2 Wochen überstanden hat, wird belohnt. Nach der Kontaktsperre kommt nämlich ein Gefühl der Freiheit. Endlich ist der andere nicht mehr allgegenwärtig und hängt man ständig am Smartphone und hofft auf neue Nachrichten. Irgendwann einmal ist einfach alles gesagt. Alle wichtigen Sätze sind gesagt. Und wenn dieser Punkt erreicht ist, profitiert niemand mehr von einem Kontakt. Die Kontaktsperre ist also vor allem ein Selbstschutz – Oft schützt sie aber die andere Person ebenfalls, denn auch sie kann sich bald lösen.

Eine Kontaktsperre ist nicht leicht und nur wenige halten sie wirklich konsequent durch. Aber sie führt zum Ziel und liefert ein enormes Maß an Freiheit. Und schon bald fühlt es sich auch gar nicht mehr nach Kontaktsperre an, sondern ist eben nur noch eine Erinnerung. Aber auch keine mehr, die schmerzt, sondern eine, an der man gewachsen ist. Kontaktsperre hat auch viel mit Selbstkontrolle zu tun und etwas durchgezogen und ausgehalten zu haben, das zunächst unmöglich schient, ist Balsam für unsere Seele. Es lohnt sich!

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