Biotonne – Berlin ist ab 2019 in der Pflicht

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Ab dem kommenden Jahr wird auch in Berlin die Biotonne zur Pflicht. Jedes Haus soll eine Biotonne haben und ab dem 1. April 2019 muss diese verpflichtend bereitstehen. Damit diese neue Einsammlung vom Biomüll auch möglich und finanzierbar wird, soll jeder Haushalt einen geringen Betrag bezahlen. Dieser Beitrag für die neue Biotonne soll im zweistelligen Cent-Bereich liegen. Mit diesem neuen Gesetz wird die Trennung vom Müll auch in der Hauptstadt vorangetrieben. Es reicht daher nicht mehr aus, nur noch in Plastik- und normalen Müll zu unterscheiden. Bioabfälle machen bei vielen Haushalten mit einem hohen Konsum von Obst und Gemüse ebenfalls viel aus.

Die Biotonne kommt per Gesetz nach Berlin

Schon seit einiger Zeit wurden Bioabfälle gesammelt. Für viele Haushalte gehört diese Sammlung deshalb einfach dazu. Die Biotonne ist aktuell aber noch keine Pflicht – das ändert sich jetzt durch ein neues Gesetz ab April 2019. Ein wenig Zeit haben die Einwohner von Berlin daher noch um sich eine solche Tonne anzuschaffen.

Seit 2015 gibt es einen Ökotarif, der die Leistungen der Stadt abdeckt. Genau in diesen Ökotarif fallen ab 2019 auch die Mehrkosten rund um die Biotonne. Dieser Tarif wird also um einen überschaubaren Betrag erhöht. Aktuell lag der Ökotarif bei 6,39 Euro für jede Wohnung. Der Betrag bezieht sich auf ein Quartal, sodass monatlich weniger als 2,50 Euro pro Wohnung anfielen. Weitere Leistungen vom BSR, der sich um die Biotonnen kümmert, ist auch die Reinigung von Spielplätzen und Parks. Insgesamt soll die Umgebung damit sauberer werden und die Umwelt wird stärker beachtet.

Nur in Ausnahmefällen ist die Biotonne umgehbar

Doch was ist mit den Menschen, die jetzt schon einen Komposthaufen im Garten haben? Zum Teil steckt viel Arbeit hinter einem solchen Komposthaufen. Dieser wird auch über Jahre hinweg gepflegt. Außerdem macht dieser Haufen für einen Garten Sinn, da auf diese Weise ein besonderer Dünger entsteht. Daher gibt es durchaus Ausnahmen bei der neuen Biotonne. Diese Ausnahmen beziehen sich dann ganz klar auf Häuser, in denen aktiv ein Komposthaufen im Garten genutzt wird. Bioabfälle in Form von Obst- und Gemüseresten und Kaffeefilter können daher weiterhin im Garten auf dem Komposthaufen entsorgt werden. Wer also absolut keine Biotonne haben möchte und sich lieber um einen Komposthaufen im Garten bemüht, kann dies durchaus machen. Der Dünger in Eigenregie ist mit einigen Tricks auch von Anfängern zu schaffen. Hier gibt es weitere Informationen rund um die Erstellung und die Besonderheiten von einem Komposthaufen.

Die Mülltonnen ein wenig vor dem Haus verstecken

Sichtbar herumstehende Mülltonnen sind aktuell schon ein Problem oder vielen wohl eher ein Dorn im Auge. Daran wird die Verordnung mit der neuen Biotonne sicherlich nichts ändern. Falls es nicht gerade eine Genehmigung zur Kompostierung im Garten statt in der Biotonne gibt, gehört diese ab April 2019 zum Stadtbild. Das bietet natürlich viel Potenzial, um den Müll besser zu trennen und damit etwas für die Umwelt zu tun. Wer nicht gerade einen eigenen Komposthaufen hat oder plant, sollte auf eine Biotonne zurückgreifen.

Allerdings verschönern die vielen Tonnen die Stadt nicht gerade. Deshalb greifen gerade Einfamilienhäuser aber auch ganze Wohnsiedlungen verstärkt zu einer Abdeckung der Mülltonnen. Diese verbirgt die Tonnen vor den Blicken von Außen und erschafft insgesamt ein wesentlich gepflegteres Bild vor dem Haus. Da es diese Abdeckungen in vielen verschiedenen Größen gibt, passt die Biotonne nach Wunsch ebenfalls hinein. Dann ist die neue Mülltonne vorhanden und zwar ohne zu ungepflegt zu wirken. Hier gibt es weitere Informationen über die Verkleidungen der Tonnen.

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