Bezahlbare Wohnungen in Berlin-Wedding? Ein Wunder für sozial Schwache…

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Bezahlbare Wohnungen in Berlin-Wedding? Ein Wunder für sozial Schwache…

Ohne Schufa oder Kaution eine bezahlbare Wohnung in Berlin-Wedding zu finden ist heutzutage kaum vorstellbar. Die Anzahl an Bewerbern für eine Wohnung macht es den Vermietern möglich, sich nur die besten Bewerber auszusuchen.Da bleiben alle die, die eben keine Ersparnisse für eine Kaution haben oder keine Schufa habe, auf der Strecke.

So auch die zwei Obdachlosen Dirk und Stephan, beide 54 Jahre alt. Nach 1,5-jähriger Obdachlosigkeit, in der sie vor der Mensa der TU in Berlin auf der Straße schliefen, gemeinsam mit vier weiteren Obdachlosen, haben sie nun endlich eine Wohnung in Berlin-Wedding gefunden.Für die beiden ist das mehr wert als ein Lottogewinn – es grenzt an ein Wunder!

Es gab allerdings in der Zeit vor der TU immer wieder Probleme mit der Uni-Leitung. So wurde ein Wachdienst engagiert, der die beiden Obdachlosen immer wieder über Nacht wegschickte. Statt auf die Suche nach einer Brücke zu gehen oder sich von einem Hauseingang zum nächsten zu bewegen, wollten die beiden aus ihrer Not heraus finden und inserierten bei Ebay-Kleinanzeigen einen Hilferuf. Mit Erfolg: Im Dezember fanden sie schließlich eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Berlin-Wedding, in der Nähe der Turmstraße.

Für die nächsten vier Jahre haben sie nun für 650 Euro Warmmiete alles, was sie benötigen. Die Einrichtung wurde ihnen fast komplett gespendet, sodass sich die beiden nun auch über ein eigenes Bett freuen können.
Warum die beiden verzweifelten Obdachlosen so erfolgreich waren? Weil ihr Artikel über Facebook tausendfach geteilt wurde und so öffentlichkeitswirksam wurde. Viele Zeitungen, wie die B.Z. berichteten Ende November über den Hilferuf, bis schließlich ein Wohnungsbesitzer italienischer Herkunft tatsächlich anrief.

Noch immer können die beiden nicht fassen, dass jemand auf ihre Anzeige reagierte.
Dirk landete auf der Straße, als sein eigener Ebay-Shop pleite ging und er daraufhin seine Wohnung verlor. Als Selbstständiger hatte er jedoch gelernt, mit dem Internet umzugehen. Er bewohnt nun das größere Zimmer der Wohnung, sein Freund Stephan bewohnt das kleinere Zimmer. Die miete bezahlen sie von Aushilfsjobs: Während Dirk in einem kleinen Hostel nachts als Wachmann arbeitet, fährt Stephan Zeitungen von Berlin nach Hamburg und zurück. Mit seinem LKW-Führerschein kein Problem, jedoch kann er aufgrund eines Berufsunfalls nicht mehr voll arbeiten und bekommt zusätzlich eine kleine Unfallrente. Vom Amt nehmen die Freunde jedoch beide nichts an, weil sie keine Bittsteller sein möchten.
Ihre Freunde von der Straße besuchen sie weiterhin mehrmals die Woche und sammeln für diese Spenden. Ihre eigenen Möbel wurde ebenfalls zu einem großen Teil gespendet – durch ihre Taten wollen sie einen Teil der Unterstützung zurückgeben.

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