Arbeitsmarkt boomt in Berlin und Brandenburg

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Der Arbeitsmarkt boomt in Berlin und Brandenburg. Ebenso steigt die Zahl der Geflüchteten in sozialversicherungspflichtigen Arbeits- und Ausbildungsplätzen deutlich an. Es entstehen mehr Betriebe und damit auch viele neue Beschäftigungsverhältnisse. Besonders in den Bereichen der Bildung, des Gastgewerbes und der Sozial- und Gesundheitsbranche werden viele neue Stellen erwartet. Die Hauptstadt profitiert zudem von der Digitalisierung und digitale Arbeitsplätze in Berlin und Brandenburg nehmen immer mehr zu.

Neue Stellen in Berlin, vor allem im Gastgewerbe und der Sozialwirtschaft

Die Konjunkturentwicklung in der Hauptstadt schwächelt zwar insgesamt gesehen schon etwas. Dies wird sich, nach Angaben der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg jedoch nicht auf den Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg auswirken, so die Prognosen. Im Jahr 2019 sollen in Berlin und Brandenburg etwa 68.000 neue Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen entstehen. Der Großteil davon, etwa 52.000 Stellen, sei den Prognosen zufolge im Land Berlin zu erwarten. Das ergaben Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Berlin. In Berlin entstehen jede Woche etwa 900 neue Jobs. Die neuen Arbeitsplätze sollen vor allem in den Branchen Gastgewerbe, Sozialwirtschaft und Gesundheit, sowie Pflege entstehen. In der Sozialwirtschaft sollen mehr als 6400 Arbeitsplätze entstehen und im Bereich der Bildung und Erziehung werden für das gesamte Jahr 2019 etwa 5200 neue Arbeitsplätze erwartet.

Laut einer Studie können bis zum Jahr 2040 auch auf dem BER Hauptstadtflughafen bis zu 135.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Allerdings wird mit dem geplanten Flughafen auch die Verkehrsbelastung stark zunehmen.

16.000 neue Stellen in Brandenburg

Auch in Brandenburg sollen rund 16.000 neue Arbeitsstellen entstehen, dort boomt vor allem die Logistikbranche. Jedoch entstehen auch in der Sozialwirtschaft, auf dem Bau und in der Gesundheitsbranche viele neue Arbeitsplätze im Land Brandenburg. Die Gesundheits- und Pflegebranche kann ebenso einen Anstieg und Wachstum verzeichnen. Selbst im Bereich der Metall- und Elektrobranche steigt die Zahl der Aufträge in Berlin und Brandenburg wieder an. Auch die digitalen Arbeitsplätze nehmen zu. In Potsdam sollen mit dem THINK CAMPUS rund 5000 neue digitale Arbeitsplätze entstehen. Der THINK CAMPUS gilt als Ort für Innovatoren, Unternehmen, Kreative, Erfinder und Wissenschaftler in Berlin-Brandenburg. Man möchte öffentliche und private Zonen klimatisch intelligent miteinander verbinden. Förderung für die digitalen Innovationen erhält der THINK Campus durch die Bundesregierung, die Landesregierung und das Bundeswirtschaftsministerium.

Zahl der Firmen in Berlin steigt an

In den letzten drei Jahren ist die Zahl der Neugründungen von Firmen in Berlin stärker als im gesamten Land angewachsen. Das ergaben die Berechnungen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Durch das Wachstum der Betriebe ergibt sich auch ein deutliches Plus an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen. Bereits im September 2018 konnte ein Anstieg von 50.810 Arbeitsplätzen zum Vorjahr verzeichnet werden. Vor allem die Dienstleistungsbranche ist dafür verantwortlich. In den letzten drei Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten in der Informations- und Telekommunikationsdienstleistungsbranche deutlich an. Vor allem auch kleine Betriebe können sich in Berlin gut etablieren. Der bundesweite Anstieg an Kleinbetrieben war deutlich geringer, als in der Hauptstadt. Berlin bietet einen idealen und attraktiven Standort für Firmen. Allerdings könnte der Mangel an Gewerbeflächen das Wachstum neuer Betriebe ausbremsen. Doch Berlin profitiert auch von der Digitalisierung, die weitere neue Stellen entstehen lässt.

Viele Flüchtlinge finden Arbeits- und Ausbildungsplätze

In Berlin und Brandenburg finden auch immer mehr Geflüchtete Arbeit. Nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit verläuft die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt also sehr gut. Während im Jahr 2017 noch 2700 Flüchtlinge im Land Brandenburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, sind es im Oktober 2018 schon 4300 geflüchtete Menschen gewesen. Ein Großteil der Geflüchteten, die Arbeit fanden, kamen aus Syrien, auch viele Iraner und Afghanen konnten im Land Arbeit finden. Die häufigsten Branchen sind das Gastgewerbe und die Logistikbranche. Auch viele Ausbildungsplätze können durch Flüchtlinge gut besetzt werden und die Zahl der Auszubildenden ist bei den Flüchtlingen vom Vorjahr zu jetzt deutlich angestiegen.

Der Ministerpräsident Woidke appelliert weiterhin an Betriebe den Geflüchteten eine Chance zum Berufseinstieg in Deutschland und Berlin zu geben. Gute Möglichkeiten sind dafür zum Beispiel Praktika oder Einstiegsqualifizierungen. Eine Berufsausbildung ist aber natürlich ebenfalls eine sehr gute Option, da viele qualifizierte Arbeitskräfte in den Unternehmen benötigt werden. Außerdem sind die Ausbildungsplätze abhängig von der Branche weiterhin recht schwer zu besetzen – eine Entwicklung, die aber nicht nur in Berlin und Brandenburg, sondern bundesweit zu beobachten ist.

Man gibt sich in Berlin und Brandenburg auf jeden Fall zuversichtlich, was die Entwicklung des Arbeitsmarktes angeht. Prognosen zufolge soll der Stellenmarkt in Berlin auch noch weiterhin überdurchschnittlich anwachsen. Chancen für die Zukunft sind auch in der zunehmenden Digitalisierung und in den zahlreichen Start-ups in der Hauptstadt zu sehen.

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